(innere) RUHE

Die Ruhe ist wieder zurück. Nein, nicht zurück, denn sie war ja nie weg. Besser: Die Ruhe in mir wird von mir wieder wahr genommen. Vor langer Zeit hatte ich aufgehört, sie wahr zu nehmen. Danach entwich sie hinab in die Tiefe meiner Seele. Und dort verblieb sie bis jetzt.

Warum hatte ich aufgehört, mich um sie zu kümmern? Weshalb hatte ich mich selbst um meine innere Ruhe gebracht?

Meine Erinnerung reicht nicht mehr so weit zurück. Zurück zu jenem Punkt des inneren Scheidewegs (oder handelt es sich hier vielmehr um eine Verdrängung?).

Seit ein paar Tagen, ich halte mich derzeit im Land der Pharaonen auf, wende ich mich wieder mehr und mehr meiner inneren Ruhe zu. Vielmehr: Ich hatte ihr sachtes Klopfen wieder wahr genommen und ihr daraufhin Einlass gewährt; Einlass in meine Seele. Schritt für Schritt tritt sie ein - vorsichtig - der Zurückweisung vor langer Zeit erinnernd.

Bis vor kurzem war ich, respektive meine Seele beladen von Aggression, Zerwürfnis, Homophobie. Deren Ursache war eine rastlose innere Unruhe, der ich erlaubte, über meinen Gefühlszustand Herr zu werden.

Die wieder gewonnene innere Ruhe brachte auch die Lebensfreude und die Zufriedenheit in mir hervor. Eigenschaften, welche mir lange abhand gewesen waren. Es ist ein wunderbares Gefühl, die Leichtigkeit des Seins wieder zu spüren. Ich möchte dieses Gefühl nicht mehr missen.

Doch darin liegt die Schwierigkeit: Den Zustand zu bewahren und  zu halten...

Möge Gott mir dazu Kraft und Energie schenken!

Ihr Dukania Mauria

(05. Mai 2015)

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